Strategische Lagerverwaltung bei Agrifirm: Die Kontrolle wieder in den Händen

Agrifirm ist eine Genossenschaft, in der mehr als 10.000 niederländische Viehzüchter und Landwirte ihre Kräfte gebündelt haben. So erzielen sie maximale Einkaufsvorteile für qualitativ hochwertige Produkte wie Futtermittel, Saatgut, Düngemittel und Pflanzenschutzmittel. Außerdem gibt es Agrifirm die Schlagkraft, in Wissen und Innovation zu investieren.

Pontifexx hat geholfen, das Bestandsmanagement von Agrifirm zu verbessern, indem ein strategischer Plan erstellt und Übersicht geboten wurde. Für die landwirtschaftliche Genossenschaft ist die schnelle Lieferung von Futtermitteln und landwirtschaftlichen Bedarfsmitteln an die Bauern sehr wichtig. Durch die Kartierung der notwendigen Ersatzteile und die Klärung der Risiken von Stillständen weiß Agrifirm, welche Schritte unternommen werden müssen, um ihren Kunden Sicherheit zu bieten.

Agrifirm ist als Genossenschaftsunternehmen im Viehhaltungs- und Agrarsektor tätig und beschäftigt weltweit etwa dreitausend Mitarbeiter. Internationale Viehzüchter und Landwirte beziehen qualitativ hochwertige Produkte bei Agrifirm, wie Futtermittel, Saatgut, Düngemittel und Pflanzenschutzmittel. Von Mai 2017 bis April 2018 wurde Pontifexx von Agrifirm beauftragt, das Bestandsmanagement für sieben Niederlassungen strategisch festzulegen.

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“Pontifexx hat gehalten, was sie uns versprochen haben”

Loek Willenborg
Auftraggeber seitens Agrifirm

Situation vor dem Projekt: keine Übersicht

Agrifirm hat technische Bestände an verschiedenen Standorten. So verfügt Agrifirm pro Standort über eigene Lager und Ausrüstungen. Die Standorte können auch gegenseitig auf ihre Bestände zugreifen. Darüber hinaus ist die Instandhaltung an zwei externe Parteien ausgelagert, die ebenfalls Werkzeuge und Material für Agrifirm lagern. Bis zu diesem Projekt waren sie auch für die Dokumentation der Ersatzteile zuständig, die sie verwalteten. Daher hatte Agrifirm keinen Einblick in die notwendigen Nachbestellungen.

Agrifirm fehlte auch die Transparenz bezüglich der von Lieferanten erbrachten Dienstleistungen und hatte keinen vollständigen Überblick über das Material in den eigenen sieben Fabriken in den Niederlanden und Belgien. „Manchmal lag etwas von einem Standort noch an einem anderen, aber das war in der Verwaltung nicht zu finden. Außerdem waren Lieferzeiten für Notbestellungen und Markentypen für Pumpen nicht dokumentiert“, erzählt Marjolein Stuurman, Projektleiterin von Pontifexx.

„Was auffiel, war, dass Agrifirm auftragsbasiert arbeitet. Die Fabrik muss immer einsatzbereit sein, wenn der Kunde anruft. Verzögerungen in der Fabrik bedeuten Verzögerungen für den Kunden. Es darf also keine Unterbrechungen geben. Dennoch sind Störungen und Defekte unvermeidlich. Wenn eine auftritt, muss sie daher so schnell wie möglich behoben werden. Das Fehlen oder Nichtfinden von Material ist in solchen Momenten fatal. Durch die Kartierung der für das Funktionieren des Produktionsprozesses kritischen Assets und zugehörigen Materialien kann Agrifirm besser auf die Kundennachfrage reagieren und eventuelle Probleme schneller lösen.

Die Notwendigkeit: Bedürfnis nach Struktur

Für Agrifirm war es notwendig, das Ruder wieder in die Hand zu nehmen und selbst Entscheidungen über die Lagerbestände und deren Platzierung zu treffen. Der erste Schritt dazu war die Bestandsaufnahme der Ersatzteile, um die Lagerbestände in Ordnung zu bringen, Reparaturen schnell durchführen zu können, Stillstand zu verringern und somit Kosten oder Kundenverluste zu vermeiden. „Wenn man weiß, welches Material wo liegt, wie viel man davon hat und wie lange es dauert, etwas nachzubestellen, kann man Störungen schnell beheben“, erklärt Stuurman.

Gemeinsam mit Berend-Jan Heerssema, technischer Spezialist von Agrifirm, ging Stuurman die Fabriken entlang, um die Prozesse zu kartieren. „Bei den Rundgängen war zu sehen, dass es noch keine einheitliche Vorgehensweise gab“, erzählt Heerssema. „Wir hatten Bedarf an Struktur. Pontifexx wusste, wie wir das erreichen konnten.“

Sicherheit für die Landwirte

Wenn die Ersatzteile von Agrifirm nicht dokumentiert gewesen wären, hätte das Unternehmen ständig hinterhergehinkt. Wenn das Wissen über die eigenen Bestände fehlt und die Risiken von Stillständen im Produktionsprozess nicht bekannt sind, wird der Kunde darunter leiden. „Insbesondere im Mischfutterbereich ist die Lieferzeit sehr wichtig. Wenn wir zu spät liefern, besteht die Gefahr, dass die Tiere auf dem Bauernhof zu spät gefüttert werden. Wir wollen den Bauern die Sicherheit geben, dass das nicht passiert“, sagt Loek Willenborg, Instandhaltungskoordinator von Agrifirm und Auftraggeber des Projekts. „Was den Bestand betrifft, so gibt es auf dem Agrarmarkt nur wenige generische Produkte. Wir sagen oft: Jeder Bauer hat sein eigenes Futter. Deshalb muss man genau wissen, welche Bestandsanforderungen es gibt.“

Die Vorgehensweise: Arbeiten aus der Dringlichkeit heraus

Pontifexx arbeitet mit einer bewährten Methode, um die erforderlichen Bestände klar zu erfassen. Durch die Kartierung der Geschäftsprozesse wird deutlich, wo und warum die Produktion zum Stillstand kommen kann und wie dies angegangen werden kann. Pontifexx betrachtet die Dringlichkeit, setzt Prioritäten und kann in kurzer Zeit effiziente Entscheidungen treffen.
Stuurman: „Die Rolle, die eine Anlage im Produktionsprozess spielt, ist entscheidend. Wenn ein Mischer im Herzen einer Fabrik kaputt geht, steht die Produktion mehrere Tage still. Daher ist es wichtig, Ersatzmaterial oder das richtige Werkzeug für die Reparatur auf Lager zu haben. Bei anderen Prozessen könnte man viel länger auf Material warten, daher müssen hierfür keine Lagerkosten entstehen. Auf diese Weise betrachtet man alle Geschäftsprozesse.“

„Viele Dialekte, aber dasselbe Ziel“

Marjolein Stuurman blickt seitens Pontifexx auf ein erfolgreiches Projekt zurück: „Es ist schön, wenn man ein Unternehmen mit einem guten Ergebnis glücklich machen kann. Noch schöner ist es, wenn man weiß, dass auch die niederländischen Bauern davon profitieren werden. Für mich war es interessant, die verschiedenen Standorte zu besuchen. Es stimmt, was Lange Frans und Baas B. sagen: Die Niederlande sind ein Land mit einem anderen Dialekt alle zehn Minuten. Bei Agrifirm hört man verschiedene Dialekte, aber sie arbeiten alle auf dasselbe Ziel hin. Das war schön zu erleben.“

„Pontifexx verdient ein Kompliment“

Loek Willenborg, Auftraggeber seitens Agrifirm, ist ebenfalls sehr zufrieden mit dem Ergebnis: „Pontifexx hat gehalten, was sie uns versprochen haben. Ich habe selbst Erfahrung mit der FMECA-Methode, die sie verwendet haben, und wusste, dass der Ausführende, wenn man nicht aufpasst, völlig frei arbeiten kann. Man gerät dann in einen endlosen Prozess. Dieses Gefühl hatte ich bei Pontifexx zu keinem Zeitpunkt. Wir hatten klare Vereinbarungen getroffen und die Ergebnisse sind wie erhofft. Dafür verdienen Pontifexx und insbesondere Marjolein ein Kompliment. Wenn das Futtersilo eines Bauern leer ist, muss er nicht in Panik geraten. Er kann darauf vertrauen, dass Agrifirm rechtzeitig liefert.“

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