Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Instandhaltung und Asset Management sind komplexe Themen, bei denen viele Fragen erst dann auftauchen, wenn man konkret an Prozessen, Systemen oder Organisationen arbeitet. Auf dieser Seite haben wir typische Fragen gebündelt, die uns von Instandhaltungsleitern, Wartungsleitern, Zuverlässigkeitsingenieuren, Arbeitsvorbereitern, Bediern, Projektleitern, Sicherheitsexperten, Werks- und Betriebsleitern sowie IT- und HSE-Verantwortlichen gestellt werden.

Die Antworten sollen Ihnen helfen, unsere Arbeitsweise, unsere Schwerpunkte und die Möglichkeiten der Zusammenarbeit schnell einzuordnen. Ob Sie über ein Assessment nachdenken, Ihr Instandhaltungsmanagementsystem optimieren möchten oder Unterstützung bei Ultimo- und Wartungsschulungen und Service Management suchen, finden Sie hier eine erste Orientierung.

Wenn Ihre Frage hier nicht beantwortet wird oder Sie ein spezifisches Anliegen haben, kontaktieren Sie uns gerne direkt. In einem kurzen, unverbindlichen Gespräch klären wir gemeinsam, welcher nächste Schritt für Ihre Organisation sinnvoll ist.

Wir haben die häufigsten Fragen in mehrere zentrale Themenbereiche gegliedert. Dabei geht es um die Themen, zu denen Unternehmen in der Praxis am meisten Rückfragen haben und die den größten Einfluss auf Ihr Asset Management haben. So finden Sie schnell die für Sie relevanten Informationen und können gezielt in das Themengebiet einsteigen, das zu Ihrer Situation passt.

Unter digitalisiertem Asset Management versteht Pontifexx die integrale und datengesteuerte Steuerung technischer Anlagen über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg, vom Entwurf und der Inbetriebnahme bis hin zur Instandhaltung, Modifikation und Erneuerung. Die Digitalisierung ist dabei kein Selbstzweck. Das Ziel ist eine transparente und fundierte Entscheidungsfindung in Bezug auf Verfügbarkeit, Risiko, Kosten und Compliance. In der Praxis scheitert die Digitalisierung selten an der gewählten Software. Der größte Engpass ist in der Regel das Fehlen klarer Prioritäten, eindeutiger Prozesse und expliziter Entscheidungskriterien.

Pontifexx konzentriert sich daher in erster Linie auf Struktur, Governance und risikogesteuerte Priorisierung – und erst danach auf die Tooling.

Das Angebot richtet sich an Industrieunternehmen, bei denen die Verfügbarkeit, Qualität und Sicherheit technischer Anlagen direkt ausschlaggebend für Produktionskontinuität, Compliance und Rentabilität sind. Entscheidend ist dabei weniger die Größe des Unternehmens, sondern die Bereitschaft, die Instandhaltung strukturiert zu steuern, Daten als Entscheidungsgrundlage zu nutzen und Verantwortlichkeiten explizit zuzuweisen. 

Pontifexx arbeitet vor allem mit Unternehmen in der DACH-Region zusammen, die ihren technischen Service vom reaktiven Problemlöser zum strategischen Wertschöpfer entwickeln möchten.

Pontifexx Deutschland ist vor allem in der Lebensmittelindustrie, der Chemie, der Pharmazie und der produzierenden Industrie tätig. Obwohl branchenspezifische Anforderungen – wie GMP, Validierung oder Explosionsschutz – unterschiedlich sind, sind die grundlegenden Herausforderungen in der Instandhaltung vergleichbar: Priorisierung von Arbeiten, Transparenz von Risiken und konsistente Umsetzung.

Unser Ansatz ist daher in seiner Methodik branchenunabhängig, in seiner Anwendung jedoch stets branchenspezifisch.

Typische Herausforderungen sind ein hohes Maß an Reaktivität aufgrund ungeplanter Störungen, unterschiedliche Arbeitsweisen zwischen Schichten oder Standorten und begrenzte Transparenz hinsichtlich Ausfallzeiten, Kosten und Risiken. Unserer Erfahrung nach liegt das Kernproblem selten in einem Mangel an Personal oder Budget. Der strukturelle Engpass ist in der Regel das Fehlen einer klaren Priorisierung, einer risikoorientierten Entscheidungsfindung und einer konsequenten Umsetzung in Instandhaltungspläne, Aufgabenlisten und Arbeitsaufträge.

Ohne eine klare Entscheidungslogik bleibt die Instandhaltung reaktiv, auch wenn ein modernes EAM-System vorhanden ist.

Pontifexx verbessert zunächst die Ursachenanalyse von Störungen und macht Risiken explizit sichtbar. Präventive Maßnahmen werden dann nicht willkürlich ausgeweitet, sondern gezielt auf Kritikalität und Auswirkungen auf den Betrieb abgestimmt. Darüber hinaus wird ein geschlossener Verbesserungszyklus eingerichtet, in dem Meldungen, Arbeitsaufträge und Rückmeldungen systematisch analysiert und in strukturelle Optimierungen umgesetzt werden.

Das Ziel ist nicht mehr präventive Wartung, sondern effektivere Instandhaltung.

Ja. Pontifexx verfügt über Erfahrung in regulierten Umgebungen, in denen Themen wie GMP, Validierung, Explosionsschutz und Umweltgesetzgebung eine zentrale Rolle spielen. Regulierungen ersetzen jedoch nicht die Priorisierung. Im Gegenteil: Gerade in regulierten Umgebungen besteht Bedarf an klaren Strukturen, transparenter Entscheidungsfindung und reproduzierbaren Prozessen.

Unser Ansatz sorgt dafür, dass Compliance in das Asset-Management-System integriert wird, anstatt als separate Dokumentationspflicht zu fungieren.

Ein Instandhaltungsmanagementsystem (EAM/CMMS) bildet das digitale Rückgrat für Meldungen, Arbeitsaufträge, Inspektionen und Historien.

Der tatsächliche Wert entsteht jedoch erst, wenn klar ist:

  • Welche Informationen werden erfasst?
  • Wer ist für die Entscheidungsfindung verantwortlich?
  • Wie werden Daten für die Priorisierung und Analyse verwendet?

Ohne klare Struktur und Governance wird ein EAM-System schnell zu einem Registrierungswerkzeug statt zu einem Steuerungsinstrument. Pontifexx stellt sicher, dass das System tatsächlich zu besseren Entscheidungen und höherer Verfügbarkeit beiträgt.

Möchten Sie mehr über digitalisiertes Asset Management und branchenspezifische Besonderheiten erfahren?
Auf der entsprechenden Seite finden Sie weiterführende Informationen und zusätzliche Hintergründe.

Ein Assessment ist sinnvoll, wenn klar ist, dass sich im technischen Bereich etwas ändern muss, jedoch unklar ist, was genau Priorität hat oder wo der größte Hebel liegt.

Typischerweise wird ein Assessment eingesetzt, wenn:

  • Entscheidungen ins Stocken geraten,
  • Diskussionen über Prioritäten immer wiederkehren,
  • Verbesserungsmaßnahmen eingeleitet werden, jedoch keine strukturelle Wirkung zeigen.

Ein Assessment schafft zunächst Klarheit über Ursachen und Zusammenhänge, bevor in Lösungen investiert wird.

Ein Assessment beginnt mit der Festlegung von Zielen, Umfang und Rahmenbedingungen. Anschließend analysieren wir Organisation, Prozesse, Systeme und Daten anhand von Interviews, Workshops und Dokumentenanalysen. Der Schwerpunkt liegt nicht auf der Datenerfassung, sondern auf der Interpretation. Die Ergebnisse werden zu einem kohärenten Bild von Risiken, Engpässen und Entscheidungsstrukturen zusammengefasst.

Das Ergebnis ist kein Bericht mit Beobachtungen, sondern eine fundierte Reihe von Prioritäten und konkreten Handlungsoptionen, die mit den relevanten Stakeholdern abgestimmt sind.

Eine Pontifexx-Bewertung betrachtet die Instandhaltung ganzheitlich, darunter:

  • Organisationsstruktur und Rollenverteilung
  • Kernprozesse von der Meldung über den Arbeitsauftrag bis zum Feedback
  • Nutzung und Einrichtung des Instandhaltungsmanagementsystems
  • Datenqualität und KPI-Struktur
  • Priorisierungs- und Entscheidungsmechanismen
  • Zusammenarbeit mit Produktion, Einkauf und HSE

Ziel ist es nicht, einzelne Komponenten zu bewerten, sondern Einblicke in gegenseitige Abhängigkeiten und strukturelle Ursachen für Ineffizienz zu gewinnen.

Ja. Das Assessment führt zu einem priorisierten Fahrplan mit klaren Maßnahmen, Verantwortlichkeiten und Zeitrahmen.

Der Fahrplan unterscheidet zwischen:

  • kurzfristigen Maßnahmen mit unmittelbarer Wirkung,
  • strukturellen Verbesserungen in Prozessen und Governance,
  • Entwicklungsschritten hin zu einem höheren Reifegrad.

Wichtig: Der Fahrplan ist realistisch und innerhalb des bestehenden Organisationskontexts umsetzbar.

Pontifexx konzentriert sich nicht in erster Linie auf die Vergabe einer Punktzahl oder eines Reifegrad-Labels.

Der Fokus liegt auf der Entscheidungsfähigkeit: Welche Maßnahmen sind unter den aktuellen Umständen sinnvoll, realisierbar und effektiv?

Anstelle von abstrakten Zielzuständen arbeiten wir mit konkreten Verbesserungsschritten, die dem Risikoprofil, der Organisationskapazität und den strategischen Ambitionen entsprechen. Das Assessment ist somit kein Endpunkt, sondern ein Ausgangspunkt für gezielte Veränderungen.

Die Pontifexx-S-Kurve beschreibt die Entwicklungsphasen einer Instandhaltungsorganisation – von der reaktiven Störungsbehebung bis zum risikogesteuerten und proaktiven Asset Management.

Innerhalb eines Assessments verwenden wir die S-Kurve, um:

  • die aktuelle Position realistisch zu bestimmen,
  • einen gemeinsamen Referenzrahmen zu schaffen,
  • realistische nächste Schritte zu definieren.

Der Fokus liegt nicht darauf, schnell eine höhere Phase zu erreichen, sondern den nächsten logischen Entwicklungsschritt zu wählen, der zur Organisation, Kultur und zum Risikoprofil passt.

Wo steht Ihre Instandhaltung heute und wo wollen Sie hin? Die Pontifexx S-Kurve macht die Entwicklungsstufen Ihrer Organisation auf einen Blick sichtbar.

Typische Anzeichen sind unübersichtliche Strukturen, inkonsistente Stammdaten, parallele Excel-Listen und viele manuelle Korrekturen bei Berichten. Ein wichtigeres Anzeichen ist jedoch: Das System wird zwar genutzt, unterstützt jedoch kaum die tägliche Entscheidungsfindung.

Wenn Nutzer das EAM-System in erster Linie als Registrierungsinstrument oder Dokumentationspflicht und nicht als Steuerungsinstrument wahrnehmen, entspricht die Einrichtung wahrscheinlich nicht den Anforderungen der Organisation.

Pontifexx verfügt über umfassende Erfahrung mit Ultimo und SAP EAM, arbeitet aber im Wesentlichen systemunabhängig.

Die Kernfrage ist nicht, welches System verwendet wird, sondern wie Prozesse, Rollen und Entscheidungslogik darin umgesetzt werden. Ein gutes System kann schlecht eingerichtet sein – und ein weniger umfangreiches System kann mit einer klaren Struktur und Governance effektiv funktionieren.

In vielen Projekten liegt der Fokus aufgrund der Flexibilität und pragmatischen Anwendbarkeit auf Ultimo. Die Methodik bleibt jedoch immer maßgeblich, nicht die Software.

Ein EAM-Projekt beginnt nicht mit der Konfiguration, sondern mit der Klärung von Prozessen, Prioritäten und Verantwortlichkeiten.

Zunächst werden:

  • Ziele und Rahmenbedingungen festgelegt,
  • Kernprozesse von der Meldung bis zum Arbeitsauftrag ausgearbeitet,
  • Struktur- und Datenkonzepte entworfen.

Anschließend folgt die Umsetzung in Systemgestaltung, Tests, Datenmigration und Schulung.

Entscheidend für den Erfolg ist eine schrittweise Einführung in den Betrieb. Nicht alle Funktionen gleichzeitig einführen, sondern schrittweise in der täglichen Praxis verankern.

In vielen Fällen können relevante Stammdaten und Strukturen übernommen werden. Voraussetzung ist jedoch eine kritische Analyse und Bereinigung im Vorfeld. Eine unkontrollierte Datenmigration verlagert bestehende Probleme lediglich auf ein neues System.

Datenmigration ist keine technische Übung, sondern ein strategischer Moment, um Struktur, Benennung und Priorisierungslogik grundlegend zu verbessern.

Pontifexx berücksichtigt bei ROI-Berechnungen nicht nur direkte Effizienzgewinne wie Zeitersparnis oder Verwaltungsaufwandreduzierung.

Wichtige Wertkomponenten sind:

  • vermiedene ungeplante Ausfallzeiten,
  • Reduzierung von Risiken und Zwischenfällen,
  • verbesserte Entscheidungsqualität durch zuverlässige Daten,
  • bessere Zusammenarbeit zwischen Instandhaltung und Produktion.

Gerade diese indirekten Effekte werden in klassischen Business Cases oft unterschätzt, obwohl sie die größte wirtschaftliche Wirkung haben.

Ein erfolgreiches EAM-Projekt ist kein IT-Projekt. Neben der Instandhaltungsabteilung müssen auf jeden Fall die Produktion, die IT, der Einkauf und – je nach Branche – HSE oder das Qualitätsmanagement einbezogen werden. Projekte scheitern selten an technischen Einschränkungen des Systems, sondern an unzureichender Abstimmung zwischen diesen Disziplinen.

Eine klare Rollenverteilung und gemeinsame Entscheidungsfindung sind entscheidend für eine nachhaltige Akzeptanz und Nutzung.

Möchten Sie mehr über Instandhaltungsmanagementsysteme erfahren?
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Das Ziel eines Ersatzteilprojekts ist zweigeteilt: die Sicherstellung der Verfügbarkeit kritischer Komponenten und die Kontrolle des Kapitalbindungsgrades in Lagerbeständen. Ersatzteile werden dabei nicht isoliert betrachtet, sondern systematisch mit der Anlagenkritikalität, Ausfallrisiken und Reparaturzeiten verknüpft.

Der Ausgangspunkt ist nicht „weniger Lagerbestand”, sondern „die richtigen Teile zur richtigen Zeit mit einer fundierten Lagerstrategie”.

Das optimale Gleichgewicht ergibt sich aus einer Kombination von:

  • Kritikalitätsanalyse von Anlagen
  • Ausfall- und Verbrauchsdaten
  • Lieferzeiten und Lieferantenrisiken
  • Wirtschaftliche Bewertungskriterien

In der Praxis zeigt sich, dass Sicherheitsbestände oft historisch gewachsen sind, ohne dass sie regelmäßig neu bewertet werden. Dies führt entweder zu unnötiger Kapitalbindung oder zu einer Scheinsicherheit bei tatsächlich kritischen Teilen.

Pontifexx macht Entscheidungskriterien explizit und begründet Lagerbestände auf der Grundlage von Risiko und Auswirkungen auf den Betrieb.

Ein System unterstützt die nachhaltige Sicherung des Ersatzteilmanagements, ist jedoch keine Voraussetzung für die Analysephase. Konzepte wie Klassifizierung, Kritikalitätsbewertung und Entscheidungsregeln können zunächst inhaltlich entwickelt werden. Erst danach werden sie strukturiert in ERP- oder EAM-Systeme integriert.

Die Methodik geht immer der Systemeinrichtung voraus.

Ja. Sicherheitsrelevante Komponenten, gesetzliche Inspektionspflichten und branchenspezifische Anforderungen (z. B. in der Chemie oder Pharmazie) werden ausdrücklich in die Kritikalitätsbewertung einbezogen. Dadurch wird verhindert, dass Lagerhaltungsentscheidungen ausschließlich auf Kostenbasis getroffen werden, während Compliance- oder Sicherheitsrisiken unzureichend abgedeckt sind.

Das Ersatzteilmanagement ist somit ein integraler Bestandteil des risikogesteuerten Asset Managements.

Typische Ergebnisse sind:

  • eine transparente Übersicht über kritische Ersatzteile
  • fundierte Bestandsstrategien pro Klassifizierung
  • angepasste Bestandsmengen auf der Grundlage einer Risikoanalyse
  • klare Prozessvereinbarungen zwischen Instandhaltung, Lager und Einkauf
  • verbesserte Entscheidungsfindung bei Nachbestellungen

Der größte Gewinn entsteht nicht durch eine generelle Bestandsreduzierung, sondern durch eine verbesserte Entscheidungslogik und Transparenz bei den Risiken.

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Zeitbasierte Instandhaltung (Time Based Maintenance, TBM) umfasst vorbeugende Maßnahmen, die in festgelegten Intervallen durchgeführt werden, beispielsweise auf der Grundlage von Zeit, Betriebsstunden oder Zyklen. In vielen Unternehmen bildet dies die Grundlage der Instandhaltung.

Risikobasierte Instandhaltung geht einen Schritt weiter. Dabei werden Maßnahmen auf der Grundlage des Ausfallrisikos priorisiert: der Kombination aus Ausfallwahrscheinlichkeit und Auswirkungen auf Sicherheit, Umwelt, Qualität und Verfügbarkeit.

In der Praxis ist eine Kombination beider Ansätze üblich. Der Unterschied besteht nicht darin, ob vorbeugende Wartungsmaßnahmen durchgeführt werden, sondern darin, wie bewusst Prioritäten gesetzt werden.

Ein Wechsel ist sinnvoll, wenn:

  • die Anlagen sich in ihrer Kritikalität stark unterscheiden,
  • die Mittel und Kapazitäten begrenzt sind,
  • Audits oder das Management eine fundierte Priorisierung verlangen,
  • bestehende Wartungspläne als unzureichend effektiv empfunden werden.

Risikobasierte Instandhaltung wird relevant, sobald die Frage aufkommt:

„Machen wir die richtigen Dinge – oder machen wir vor allem viele Dinge?“

Für eine Risikoanalyse werden unter anderem benötigt:

  • Funktionen von Anlagen und Systemen
  • mögliche Ausfallarten
  • historische Störungen
  • Auswirkungen von Ausfällen auf Sicherheit, Umwelt, Produktion und Qualität

Wichtiger als perfekte Daten ist die strukturierte Nutzung des vorhandenen Wissens. In vielen Fällen ist fachliches Know-how aus Instandhaltung und Produktion wertvoller als umfangreiche historische Datensätze.

Das Ziel ist nicht vollständige theoretische Sicherheit, sondern eine fundierte Priorisierung.

Während einer FMECA-Sitzung analysieren Spezialisten aus den Bereichen Instandhaltung, Produktion und gegebenenfalls HSE gemeinsam die Funktionen einer Anlage. Für jede Funktion werden mögliche Ausfallarten, Ursachen und Auswirkungen systematisch bewertet. Auf dieser Grundlage werden Risiken quantifiziert und in konkrete Maßnahmen umgesetzt.

Der Fokus liegt nicht auf maximaler Detailtiefe, sondern auf Entscheidungsrelevanz: Welche Risiken erfordern Maßnahmen und welche nicht?

Für einzelne kritische Anlagen können innerhalb weniger Wochen belastbare Ergebnisse erzielt werden. Bei größeren Anlagen oder mehreren Standorten wird in der Regel ein schrittweiser Ansatz verfolgt, bei dem zunächst die kritischsten Systeme bewertet werden.

Oftmals nimmt die Abstimmung innerhalb des Unternehmens mehr Zeit in Anspruch als die Analyse selbst. Daher sind ein klarer Umfang und eine klare Entscheidungsstruktur unerlässlich.

Ja. Die Ergebnisse werden so strukturiert, dass sie in Instandhaltungsstrategien, Aufgabenlisten, Intervalle und Kritikalitätsklassen innerhalb des bestehenden EAM- oder CMMS-Systems umgesetzt werden können. Dadurch bleibt die risikobasierte Instandhaltung nicht nur Theorie, sondern wird Teil des täglichen Betriebs.

Der wahre Wert entsteht, wenn Risikoanalyse, Planung und Umsetzung konsistent miteinander verbunden sind.

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Die Ultimo-Schulungen von Pontifexx richten sich an alle Rollen, die aktiv mit dem System arbeiten: Benutzer, Planer, Arbeitsvorbereiter, Key User, Administratoren und Führungskräfte. Der Inhalt wird auf die Rolle, die Verantwortung und den Reifegrad der Organisation abgestimmt. Das Ziel ist nicht nur die Vermittlung von Systemkenntnissen, sondern auch die effektive Anwendung von Ultimo in den täglichen Instandhaltungsprozessen.

Die Schulungen unterstützen somit nicht nur die Nutzung, sondern auch die Konsistenz und die Qualität der Entscheidungen.

Benutzerschulungen konzentrieren sich auf tägliche Prozesse wie Meldungen, Arbeitsaufträge, Planung und Rückmeldung. Administratorenschulungen behandeln Konfiguration, Stammdaten, Berechtigungsstruktur und Systemeinrichtung. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Verwaltung, Datenqualität und Struktur. Projektschulungen begleiten Implementierungen oder größere Änderungen. Sie richten sich an Projektteams und Key User und verbinden Prozessdesign mit der Systemnutzung.

Jede Schulungsform unterstützt eine andere Verantwortungsebene innerhalb des Instandhaltungsmanagements.

Ja. Schulungen werden stets mit den bestehenden Systemeinstellungen und Prozessvereinbarungen verknüpft. Standardschulungen ohne Bezug zur eigenen Konfiguration führen in der Praxis zu einer begrenzten Akzeptanz und einem Rückfall in alte Arbeitsweisen.

Durch die Verwendung der eigenen Workflows, Bildschirme und Berichte wird die Schulung sofort erkennbar und anwendbar.

Alle Schulungsformen sind möglich.

Präsenzveranstaltungen eignen sich besonders für interaktive Workshops, praktische Übungen und Veränderungsprozesse. Online-Schulungen sind effizient für verteilte Teams oder gezielte Vertiefungsmodule.

In der Praxis wird häufig ein hybrider Ansatz gewählt, bei dem Theorie und Anwendung kombiniert werden.

Die Schulungen werden auf die Projektphasen abgestimmt. Zu Beginn liegt der Schwerpunkt auf Grundkenntnissen und einem Überblick über die Prozesse. In der Testphase folgen rollenbezogene Module. Kurz vor der Inbetriebnahme werden praxisorientierte Schulungen organisiert, damit sich die Benutzer mit der neuen Arbeitsweise vertraut machen können.

Schulungen werden nicht als Abschluss, sondern als integraler Bestandteil der Implementierung betrachtet.

Die aktuellen Schulungsangebote sind über die Pontifexx Academy oder durch direkten Kontakt mit Pontifexx Deutschland verfügbar. Auf der Grundlage der Unternehmensgröße, der Rollenverteilung und der Ziele wird ein passendes Schulungsangebot zusammengestellt.

Sie möchten Ihre Mitarbeitenden gezielt für Ultimo fit machen? Auf unserer Trainings-Website finden Sie das komplette Schulungsangebot der Pontifexx Academy – von Grundlagentrainings bis zu vertiefenden Workshops für Key User und Administratoren.

Das Servicemanagement von Pontifexx dient als struktureller Ansprechpartner für die Unterstützung und Weiterentwicklung des Instandhaltungsmanagementsystems Ultimo. Über das Service Management werden unter anderem folgende Themen behandelt:

  • Fragen zur Systemnutzung und Prozessgestaltung
  • Konfigurationsanpassungen und kleine Erweiterungen
  • Optimierung von Workflows, Feldern und Bildschirmen
  • Unterstützung bei Berichten und KPI-Strukturen
  • Inhaltliche Fragen zur Instandhaltungsstrategie und Datennutzung

Das Ziel ist nicht nur die technische Unterstützung, sondern auch die Gewährleistung eines konsistenten und effektiven Systemeinsatzes in der täglichen Praxis.

Das Servicemanagement arbeitet mit einem strukturierten Ticketsystem, in dem Anfragen registriert, priorisiert und transparent nachverfolgt werden.

Dadurch

  • gehen keine Anfragen verloren,
  • bleiben Zusammenhänge sichtbar,
  • entsteht ein Einblick in wiederkehrende Themen,
  • kann Kapazität planbar eingesetzt werden.

Im Gegensatz zum Ad-hoc-Kontakt per E-Mail oder Telefon schafft das Servicemanagement Übersicht und Vorhersehbarkeit. Es unterstützt nicht nur die Bearbeitung von Vorfällen, sondern auch die kontinuierliche Verbesserung.

Typische Anfragen sind:

  • Anpassungen in Workflows, Feldern oder Bildschirmen
  • Unterstützung bei Berichten und Dashboards
  • Optimierung von Wartungsprozessen innerhalb des Systems
  • Funktionale Fragen zu Modulen und Verknüpfungen
  • Kleine Erweiterungen oder Verbesserungen

Größere Änderungen oder strukturelle Umgestaltungen werden vom Service Management erkannt und – falls erforderlich – als separates Projekt definiert.

Das Service Management fungiert somit als Brücke zwischen dem täglichen Betrieb und der strategischen Weiterentwicklung.

 

Möchten Sie mehr über unser Service Management erfahren?
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Haben Sie ein Anliegen, das über diese FAQ hinausgeht, oder möchten Sie ein Thema im Detail mit uns durchsprechen? Gerne schauen wir gemeinsam, was in Ihrer Situation der nächste sinnvolle Schritt ist. Nutzen Sie das Kontaktformular und wir melden uns zeitnah bei Ihnen für ein unverbindliches Gespräch.

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Jonathan Hoogenboom

„Gute Instandhaltung entsteht dort, wo Menschen, Prozesse und Systeme zusammenpassen, unsere Aufgabe ist es, dieses Zusammenspiel Schritt für Schritt zu organisieren.“

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